Santorin

Gut 13'000 Menschen leben auf der Insel Santorin. Im Griechischen ist die Insel auch unter dem Namen Santorini bekannt. Die südlichste der Kykladen-Inseln besitzt eine einzigartige Schönheit. Auf vielen Postkarten ist der Kraterrand von Santorin zu sehen. Der Santorin-Archipel bringt es auf einen Durchmesser von gut 16 Kilometer. Vom ehemaligen Krater sind heute noch drei Insel übrig. Die bekannteste davon ist Thira. Die anderen beiden hören auf die Namen Thirasia und Aspronisi. Santorin ist eine kleine Insel die grösse Nord-Südausdehnung beträgt gerade einmal gut 17 Kilometer, die Breite variiert zwischen 1.2 bis 6 Kilometer. Zum Baden eignet sich Santorin nur beschränkt. Auf der Westseite befindet sich der Calderarand mit steil abfallenden Klippen. Die Caldera-Wand ist zwische 150 und 350 Meter hoch und fällt gegen Osten flach ab. So ist es dann auch möglich im Osten von Santorin im Meer zu baden.

Klima in Santorin

Heisse und trockene Sommermonate und milde Winter prägen das Klima von Santorin. Zwischen Juni und September regnet es so gut wie nie. Im August kann es schon einmal deutlich über 30 Grad heiß werden. Am  meisten Regen fällt zwischen Dezember und Februar. Dann regnet es auf Santorin etwa jeden dritten Tag. Ausserdem ist es deutlich kühler als während des Sommers. Die durchschnittlichen Temperaturen sinken auf etwa 11 Grad.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die meisten Bewohner auf Santorin leben vom Tourismus. Landwirtschaft wird wenn überhaupt vorallem noch für den Eigengebrauch betrieben. Die flachen dunkle Sandstrände im Südosten haben die beiden Ferienorte Perissa und Kamari zu grossen Siedlungen werden lassen. Viele Touristen wollen allerdings gleich in Fira, Imerovigli oder Ia am Kraterrand übernachten. Hier sind die Hotels teurer bieten dafür einen unvergleichlichen Blick auf den im Wasser versunkenen Krater. Die Landwirtschaft spielt auf Santorin nur noch beim Weinbau eine Rolle. Die Weine aus Santorin erreichen die höchste griechische Qualitätsstufe.

Das Strassennetz auf Santorin ist gut ausgebaut. Die Hauptverbindungsroute führt am Kraterrand entlang von Ia bis hinunter nach Akrotiri. Ausserdem gibt es grosse Strassen nach Kamari und zum Flughafen sowie nach Emborio und perissa. Die Busgesellschaft KTEL betreibt ein relativ dichtes Liniennetz. Vorallem zu den Ferienorten Kamari und Perissa sowie IA gelangt man von Fira aus problemlos. Die Busse fahren meist alle halbe Stunde. Zudem gibt es in Santorin zwei Hafen. Der alte Hafen liegt gleich unterhalb von Fira und ist über eine steile Treppe mit gut 600 Stufen oder mit einer Seilbahn zu erreichen. Der neue Hafen liegt etwas südlich der Hauptstadt und ist über eine steile Strasse mit Fira verbunden. Wichtig ist zu wissen wo das eigene Schiff anlegt. Fähren legen immer am neuen Hafen an. Kreuzfahrtschiffe meistens am alten Hafen, wobei die Passagiere mit Tenderbooten nach Santorin gefahren werden. Vom neuen Hafen aus fahren für zwei Euro pro Person öffentliche Busse nach Fira. Auch wer beispielsweise nach Kamari möchte muss vom Hafen aus über Fira fahren. Dazu muss er zwei Tickets lösen vom Hafen nach Fira kostet die Fahrt 2 Euro von Fira nach Kamari 1.40 Euro. Die Reisezeiten sind auf Santorin aufgrund der geringen Grösse sehr kurz.

Santorin verfügt zudem über einen Internationalen Flughafen mit Flugverbindungen zu allen wichtigen Flughäfen in Europa. Gerade während der Sommermonaten gibt es genügend Flugverbindungen. Linienflüge machen einen Zwischenstopp in Athen. Die Flugpreise variieren je nach Buchungs- und Reisezeitpunkt gewaltig, so dass sich kaum eine nützliche Preisinformation geben lässt. Wer die Preise vergleicht der kann aber durchaus für 150 Euro nach Santorin fliegen.

Das Problem mit dem Wasser

Wie viele griechische Insel leidet auch Santorin unter einem Wasserengpass. Das  Wasser auf Santorin ist von geringer Qualität und eignet sich nicht zum Trinken. Ausserdem sollten sie möglichst sparsam mit dem kostbaren Gut umgehen. Trinkwasser erhält  man in Santorin in Petflaschen. Ausserdem gibt es eine Meerwasserentsalzungsanlagge in Ia.

Tipps für den Urlaub auf Santorin

Viel zu sehen gibt es auf Santorin nicht. Es ist vorallem Fira, die Inselhauptstadt, welche Santorin so besonders macht. Von hier aus lohnt es sich zu  Fuss nach Ia zu wandern. Der gut 5 Kilometer lange Weg führt direkt am Kraterrand entlang. Man geniesst auf der ganzen Strecke einen einzigartigen Ausblick und kann die Ruhe fernab vom Touristenrummel geniessen. Die Sonnenuntergänge sind in IA, auch bekannt unter dem Namen Oia besonders schön. Leider wissen dass mittlerweile alle Touristen. Auch viele Ausflugsboote lassen den Tag mit einem Sonnenuntergang in Oia ausklingen. Gerade während der Sommermonate ist der kleine Ort deshalb am Abend total überlauen und man steht sich regelrecht auf den Füssen. Mindestens so schön und typischer für Santorin sind die Sonnenuntergänge in Fira selber. Wer baden möchte, der kann dies am besten in Kamari machen. Allerdings eignet sich Santorin nicht wirklich für Badeferien. Wer wirklich solche machen möchte, der geht besser nach Mykonos, Kreta, Naxos oder Paros. Dort sind die Strände um ein vielfaches schöner. In Kamari ist der Strand schwarz, goldgelbe Sandstrände findet man auf der Insel kaum. Die wenigen die es gibt sind meist nur per Boot erreichbar. In Kamari besitzen die meisten Hotels einen Pool, was am Kraterrand überhaupt nicht der Fall sein muss. Zudem sind die Preise moderater und Fira mit dem Bus für 1.40 Euro pro Fahrt in zehn Minuten zu erreichen. Bei meinem letzten Besuch von Santorin hatte ich ein Hotel in Kamari, dass nächste Mal werde ich wieder eins in Fira selber nehmen. Für mich ist Santorin=Kraterrand und Kraterrand nun einmal gleich Fira, Imerovigli oder Oia. Der unglaubliche Ausblick von den Terrassen der Hotels am Kraterrand entschädigt für den deftigen Mehrpreis allemal. Ideal ist Santorin als Ausgangspunkt für eine Reise durch die Kykladen. Eine Woche Pauschalurlaub auf Santorin kann schnell  einmal langweilig werden. Ideal sind 3 bis 4 Tage. So können sie ganz in Ruhe die Insel entdecken und auch einmal einen Tagesausflug zu einer der anderen Kraterinsel unternehmen. Von Santorin aus erreichen sie mit der Fähre in etwa 2 Stunden Naxos oder Paros. Hier gibt es wunderschöne Sandstrände, welche mit jenen von Santorin in keinster Weise vergleichbar sind.

Die Inselhauptstadt Fira

Gut 2000 Einwohner zählt die Stadt direkt am Kraterrand rund 300 Meter über Meer gebaut. Wer mit dem Schiff ankommt kann entweder den Aufstieg vom Hafen aus zum Zentrum der Stadt über einen langen Fussweg bewältigen oder sich auf einem Eselrücken hochtragen lassen. Noch bequemer lassen sich die Höhenmeter mit einer Seilbahn überwinden, welche von einem österreichischen Unternehmen gebaut wurde. In Fira geniesst man einen einzigartigen und unvergleichlichen Ausblick. Die meisten Fotomotive, welche man von Santorin zu Gesicht bekommt bilden Fira ab. Bis zum Abgrund dehnen sich die wunderbar weiss gestrichenen Häuser aus. Terassenförmig sind sie an den Hang gebaut. An der Hauptstrasse befindet sich auch die Busstation. Sie ist die einzige Strasse, welche mit dem Auto befahren werden kann. Die kleinen labyrinthartig angeordneten  Gässchen zwischen Hauptstrasse und der Kraterwand sind autofrei. Direkt am Hang in Fira befinden sich die Hotels sowie die Restaurants. In den Gassen gibt es sehr viele Juwelier- und Kleidergeschäfte. Ausserdem sind hier einige Clubs angesiedelt, welche am  Abend für das partybegeisterte Publikum die Tore öffnen. Liegt ein Kreuzfahrtschiff in Santorin vor Anker so geht es in Fira ziemlich hektisch zu und her. Zu tausenden strömen die Besucher in die engen Gassen. Während dieser Zeit lässt sich der Charme von Santorin nur schwer erkennen. Gefüllt mit tausenden Touristen, die in den unzähligen gleichausschauenden Souvenirgeschäften einkaufen erinnert Fira eher an einen spanischen oder italienischen Touristenort als an die Insel Santorin. Am Abend verlassen die meisten Kreuzfahrtschiffe Santorin wieder und es wird etwas ruhig. Wobei richtig ruhig wird es auch wieder nicht strömmen nun nach dem Sonnenuntergang die Touristen aus den Ferienorten im Osten der Insel nach Fira um hier die Abendstunden zu verbringen. Trotzdem sollten sie während ihres Aufenthaltes in Santorin Fira möglichst oft besuchen. Schliesslich ist es die Inselhauptstadt, oder eben alle am Kraterrand gelegenen Städte welche Santorin verkörpern.

Sehenswürdigkeiten in Santorin

Geschichtlich Interessierte hat Santorin nicht sehr viel zu bieten. In der Inselhaupstadt lohnt sich ein Besuch  des archäologischen Museums. Ausserdem kann man die alte Inselhauptstadt Alt-Thera besichtigen. Diese liegt zwischen Perissa und Kamari auf dem Bergrücken des Mesa Vouno. Der Berg ist einer der ältesten Teile von Santorin und soll vor etwa fünf bis sieben Millionen Jahren entstanden sein. Früher stand hier., strategisch äusserst günstig, eine der erste Siedlung der Insel. Wer grossartige Tempel- oder Gebäudereste erwartet wird allerdings enttäuscht ein Besuch von Alt-Thera lohnt sich vor allem aufgrund der sehr schönen Lage und Aussicht. Um die alte Stadt vor dem inneren Auge wieder zum Leben zu erwecken braucht es hingegen schon etwas Fantasie.

Von Fira aus gelangen sie innerhalb von gut 10 Minuten nach Firostefani, einer kleinen Siedlung welche mittlerweile mit der Inselhaupstadt sogut wie zusammen gewachsen ist. Hier findet man diverse Privatzimmer direkt am Hang der Caldera gelegen. Wer genügend Zeit zur Verfügung hat kann eine der schönsten Wanderungen auf Santorin unternehmen und weiter nach Imerovigli laufen. Imerovigli ist die höchstgelegene Siedlung von Santorin und liegt 363 Meter über Meer. Direkt am Kraterrand gibt es diverse Hotels und Tavernen und Bars.

Ganz an der Nordspitze von Santorin liegt der kleine Ort Oia. Oia erinnert stark an Fira. Auch hier findet man schöne weisse Häuser mit Farbigen Holzdekorationen, welche direkt am Hang liegen und einen unglaublichen Ausblick über aufs Meer bieten.